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Solche Angst...
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Gast






Verfasst am: Di, 30.09.2008, 20:43    Titel: Solche Angst...  

Hallo

im April habe ich das erste mal geschrieben hier im Kummerkasten "Warum..." hab ich mich da gefragt...
seit dem ist so viel passiert...

Meine Mom hat Krebs-seit April bekam sie Chemo,war wirklich gut drauf und alles sah so unwahrscheinlich trügerisch gut aus...jetzt nach sechs Zyklen von drei Tagen erneute Untersuchungen-noch lange nicht weg...Ab morgen geht es für sie wieder in die Klinik-wesentlich schärfere Chemo und durch die nun fünf Wochen Pause ging ihr Befinden bergab,sie sagte nur:fühlt sich fast wieder so an wie am Anfang...will heißen die Metastasen werden wohl wieder gewachsen sein.

ich hab gedacht,irgendwann muss doch auch ich mal den Punkt erreicht haben,dass Ganze zu verkraften,es so zu nehmen wie es ist und auch den Gedanken zuzulassen,was ist,wenn es nicht mehr weg geht.ich kann es aber nicht,ich breche dauernd in Tränen aus,träume jede Nacht schlecht ich weiß nicht,wie ich es anstellen soll...ich hab das Gefühl sie kommt besser damit zurecht als ich,ich hab einfach nur Angst,sie zu verlieren... :cry:

Das wollte ich nur loswerden-ich weiß nicht,mit wem ich sonst drüber reden soll.Ich verkneife mir den ganzen Tag lang jede Gemütsregung-naja bis zum schlafengehen halt...

Sandra
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Tessi



Anmeldungsdatum: 22.11.2005
Beiträge: 10821
Wohnort: Duisburg

Verfasst am: Di, 30.09.2008, 21:36    Titel:  

Hallo Sandra

Das tut mir sehr leid für deine Mama und dich :streicheln: und trösten kann ich dich auch nicht.....................denn dafür gibt es keinen Trost und keine so lieben Worte können dir helfen es zu verarbeiten :-((

Auch ich muß momentan den Tod meiner Mama verarbeiten ( letzten Freitag war die Beerdigung )........sie verstarb nach kurzer heftiger Krankheit an Krebs. Uns und ihr wurde nur ein Wunsch erfüllt.............das sie nicht soo leiden mußte und darüber sind wir froh, das es nicht so arg schlimm war mit dem Leiden.
Meine Mama hat ihre Diagnose sehr tapfer und gefasst aufgenommen und hat sich damit abgefunden das sie sterben wird. Sie hat mit uns allen ruhig und gefasst darüber gesprochen, wo wir dann auch merkten das sie bereit war zu gehen...........wir haben sie gehen lassen.....................auch wenns weh tut. Es ist unabänderlich und keiner wird danach gefragt ob es einem recht ist.
Man hat keine Wahl. :-(

Ich denke an dich und hoffe das die Chemo erfolgreich für deine Mama ist .

LG
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Paola



Anmeldungsdatum: 20.11.2005
Beiträge: 5684
Wohnort: Berlin

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 0:13    Titel:  

Hallo Sandra,

versuche tapfer zu sein, denn ich glaube nicht, daß es gut oder hilfreich für Deine Mom ist, wenn sie weiß, daß Du leidest... :-((

Ich kann leider nicht so viel dazu schreiben, aber ich wünsche Euch, besonders Deiner Mama alles Gute.
Kopf hoch, Sandra. :streicheln:

Liebe Grüße
Paola
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Selkiemama



Anmeldungsdatum: 22.10.2007
Beiträge: 299
Wohnort: Saarland

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 4:35    Titel:  

Hallo Sandra,

genau diese Situation habe ich im Moment auch. Deshalb kann ich mich gut in Dich hinein versetzen.

Meine Mama wurde im August an Bauchspeicheldrüsenkrebs operiert. Sie war schnell wieder aus der Klinik zuhause. Bis Sonntag lief alles einigermaßen "normal". Jetzt liegt sie wieder intensiv wegen sich bildender Blutgerinsel. Nach außen muß man versuchen stark zu sein. Nur ins Innere darf keiner sehen. Beim kleinsten Anlass könnte ich aus der Haut fahren.

Fühl Dich mal ganz doll geknuddelt. Ich denke an Dich und gemeinsam sind wir stark. Wir schaffen das.
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Anja1970



Anmeldungsdatum: 12.12.2005
Beiträge: 23535
Wohnort: Alsdorf

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 5:17    Titel:  

Hallo Sandra,

ich lese dies hier mit schrecken und kann aus der Ferne nicht viel für dich tun, nur für dich da sein und dir zuhören

Ich drück dich ganz dolle und denke immer positiv - deine Mama braucht dich und du mußt tapfer alles durchstehen.... ich denk an dich
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elma-b



Anmeldungsdatum: 04.05.2006
Beiträge: 3041
Wohnort: taunusstein

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 7:47    Titel:  

hallo Sandra--------
ich wünsche euch viel Kraft für die kommende Zeit ----- alles Gute für deine Mom
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Kobären



Anmeldungsdatum: 12.12.2005
Beiträge: 9067
Wohnort: Stadt mit den vier "O" in Sachsen

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 8:20    Titel:  

Hallo Sandra, ich kann dazu nichts schreiben, denn ich war zum Glück noch nicht in solch einer Situation, aber ich wünsch Dir und Deiner Mama ganz viel Kraft :action: und von Herzen alles Liebe !
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Berliner-Jule



Anmeldungsdatum: 28.12.2005
Beiträge: 2066
Wohnort: Berlin

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 8:40    Titel:  

Hallo Sandra!

Hast du schonmal über eine psychologische Hilfe nachgedacht?

Letzten Mittwoch habe ich erfahren, dass mein richtiger Vater Lungenkrebs hat. Auch für mich war es ein Schock. Ich habe Angst vor dem nächsten Tag, weil ich nicht weiß, ob wieder eine Horrornachricht kommt. Ich habe Angst, dass ich meinen Vater nicht mehr sehen kann (er wohnt in Hamburg und will erstmal nicht, dass ich hoch komme-versteh ich ja auch). Eine schreckliche Ironie: Meine Freundin hat vor 4 Wochen ihren Papa an Lungenkrebs verloren. Ich kann deine Ängste also zu gut verstehen.
Früher oder später muss jeder sterben. Weißt du, ob du morgen einen tödlichen Unfall hast? Vielleicht stirbst du vor deiner Mama! Es ist alles möglich. Versuche die Zeit mit deiner Mama zu genießen. Versuche die Krankheit zu akzeptieren. Du darfst dein Leben nicht von dieser Krankheit bestimmen lassen-deine Mama muss auch damit zurecht kommen.

Schau mal hier: http://www.krebs-kompass.org/forum/index.php
Du bist nicht allein mit deinen Gedanken und Ängsten. In diesem Forum kannst du auch als Angehöriger schreiben. Du wirst andere Angehörige finden. Aber auch Betroffene, die dir sagen können, wie es rüber kommt, wenn Angehörige so reagieren, wie sie manchmal reagieren!

Ich wünsche dir und deiner Mama alles Gute und viel Kraft.

Mitfühlende Grüße
Steffi
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mueppi



Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 10992
Wohnort: Düsseldorf

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 9:52    Titel:  

Hi Sandra
ich kann mich nur anschliessen und Euch für die kommende Zeit viel Kraft wünschen!!!!!!

Für Deine Mom alles Gute!
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rubberduck



Anmeldungsdatum: 11.01.2006
Beiträge: 3744
Wohnort: Bayern

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 10:35    Titel:  

hallo Sandra,
ich habe das auch alles hinter mir, und hier wurde eigentlich schon alles gesagt
Es ist ein besonderer Verlust, wenn es geliebte Menschen betrifft,
und Eltern sind nun mal unsere nächsten und intimsten Menschen.
Kann mich nur Steffi anschliessen mit dem Tipp
Zitat: Versuche die Zeit mit deiner Mama zu genießen.
Wenn deine Mutti durch die Ärzte aufgeklärt ist, und ihr das gemeinsam besprochen habt,
dann geniesst die gemeinsamen Stunden/Tage /Monate/Jahre die Euch bleiben wie ein Geschenk.
An der Krankheit oder dem Verlauf kannst Du nichts ändern.
Die Fachleute kümmern sich um den Körper und die Krankheit,
aber Du kannst viel dazu beitragen, dass Deine Mutti nicht ständig in Gedanken darum herumkreist.
Aber das geht kaum, wenn Du das noch verstärkst mit Deinen Sorgen.
Lenke sie ab, mach Dir Gedanken darum, was Deine Mutti im Leben schon immer machen wollte,
wo ihre geheimen Wünsche waren, was sie freuen könnte.
Ein bisschen muss sich das umkehren. Sie war immer Deine Mutti,
jetzt wirst Du ein wenig zu ihrer. Verstehst Du wie ich das meine?
Wenn deine Gedanken mehr damit beschäftigt sind Deiner Mutti noch soviel wie möglich Freude zu bereiten.
dann verdrängen sie automatisch die sorgenvollen Gedanken.
Und Du musst Dir später, sollte deine Mutti irgendwann gehen müssen,
nicht Vorwürfe machen, dass Du die letzte Zeit nur mit eigenen Sorgen, Tränen
und Grübeln verbracht hast, statt sie für Gemeinsamkeiten zu nutzen.
Sollte Dir das aber gar nicht gelingen, würde ich Dir auch zu psychologsicher Begleitung raten.
Ich kann Dir nur liebe Gedanken schicken, :action: und mit Dir wünschen,
dass Euch noch eine lange gemeinsem Zeit geschenkt wird.
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friemelchen



Anmeldungsdatum: 11.12.2005
Beiträge: 4464
Wohnort: gleich neben Wuppertal

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 11:22    Titel:  

Hallo Sandra,

ich glaube das dich hier sehr viele sehr gut verstehen, weil sie in ähnlichen Situationen sind oder auch waren, wie ich von einigen weiß und ich gehöre auch dazu. Trotz alledem ist jede Geschichte individuell und einen wirklichen Ratschlag damit umzugehen kann auch ich dir nicht geben. Freu dich daran das du mit deiner Mama ein so enges Verhältnis hast und du ihr auch in der schweren Zeit beistehen kannst, versucht die gemeinsame Zeit zu nutzen.
Auch ich wünsche euch ganz viel Kraft und schicke dir ein paar positive Gedanken!

Lieben Gruß
Uli
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rödelbrösel



Anmeldungsdatum: 25.03.2007
Beiträge: 1481
Wohnort: St. Ingbert

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 12:12    Titel:  

Hallo Sandra,
meine Vorschreiberinnen haben schon alles gesagt, ich möchte nur ergänzen: Nutzt die Zeit die Euch noch in diesem Leben bleibt. Wenn deine Mutter stirbt, so stirbt nur ihr Körper, ihre Seele aber wird weiterleben und bei Dir sein solange Du an sie denkst.
Hier wird immer jemand sein der Dir zuhört und versucht Dir beizustehen.
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Diamantin



Anmeldungsdatum: 16.02.2006
Beiträge: 9772
Wohnort: Unterfranken

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 12:54    Titel:  

Auch ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute für Deine Mutter.
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papersun



Anmeldungsdatum: 14.12.2005
Beiträge: 3167
Wohnort: Spanien

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 15:49    Titel:  

Hallo liebe Sandra,

Deinen grossen Schmerz kann ich verstehen und auch Deine Unsicherheit.
Ich bin in Gedanken bei Dir
und hoffe dass Euch noch eine schöne lange Zeit bleibt.

Aber helfen können da auch keine tröstenden Worte.
Nur die Kraft die in Dir ist wird Dir und Deiner Mama helfen.

Ich kann mich Anja nur anschliessen was sie Dir geschrieben hat.
Das hätte ich Dir auch so geschrieben.

Ich nehme Dich jetzt einfach mal in den Arm und halte Dich fest...

Deine Gisela
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Monilein



Anmeldungsdatum: 10.12.2005
Beiträge: 5535
Wohnort: Kohlscheid bei Aachen

Verfasst am: Mi, 01.10.2008, 16:50    Titel:  

Liebe Sandra,
ich verstehe Dich nur zu gut, denn mein Vater liegt im Sterben.
Er hat auch Krebs und jeder Tag bringt neue Angst und neue Verzweiflung.
Er weiss es auch seit gestern und den Anblick seines Gesichtes, als er es erfahren hat, den werde ich sobald nicht vergessen.
Aber auf der anderen Seite ist es gut, dass er es weiss und sich nicht immer wieder aufs Neue Hoffnungen macht.

Er liegt zwar noch im Klinkum, kommt aber nächste Woche nach Hause.

Sandra, wir müssen einfach stark sein.
Du für Deine Mama und ich für meinen Papa.

Ich drück Dich mal ganz feste

LG
Monika
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