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Stich ins Herz
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Anonymous
Gast





Verfasst am: Di, 16.10.2007, 21:09    Titel: Stich ins Herz  

Ich schreibe heute mal ohne mich einzuloggen........

Ich bin fix und alle! :tears:
Erst mal die Vorgeschichte, meine Mutter ist vor etwa einem Jahr an Krebs verstorben. Es war und ist schwer für mich und meine Kinder darüber hinwegzukommen. Vor ihrem Tod hatten wir täglich Kontakt und meine Mutter war für mich, sowie für ihre Enkelkinder immer da und wir haben uns super verstanden.
Dann war sie nach einem bitteren, menschenunwürdigen Kampf auf einmal nicht mehr da und mein Vater blieb zurück, zu dem ich ein unterkühltes Verhältnis habe. Aber ich bin soviel Familienmensch, habe ihn bei allem mit einbezogen.
Im Laufe der letzten Wochen wurden seine Besuche und Anrufe immer weniger, da gingen meine Alarmglocken an. Hat sich bewahrheitet, ich habe ihn dann öfters mit einer anderen Frau gesehen, was leider nicht vermeidbar ist, weil wir im gleichen Haus wohnen.
Ich war wütend und verletzt, habe mir aber nichts anmerken lassen. Wie schnell kann man einen Menschen vergessen, mit dem man 43 Jahre verheiratet war?
Irgendwann sind mir die beiden auf der Einkaufsstrasse über den Weg gelaufen und sie wurde mir dann offiziell vorgestellt, was mir äusserst unangenehm war, ich habe aber trotzdem höflichen Smalltalk betrieben.
Einen Tag später wurde mir dann vorgeworfen, ich hätte ihr nicht die Hand gegeben und ich sollte mich mal in seine Lage versetzen, ich hätte schliesslich noch meine Familie, er wäre alleine und einsam.
Ist gut und schön, er kann machen was er will, soll mich aber da raushalten. :-(
Das schlimmste passierte dann heute Abend, wie wir nach Hause kamen, sah meine Tochter, das der Opa jemanden im Auto sitzen hat und fragte mich, wer denn diese fremde Frau sei. Was soll ich ihr erklären? Sie ist eigentlich Opas Liebling. Sie ist masslos enttäuscht von ihm, hat sich in ihr Zimmer zurückgezogen und wollte nicht mehr reden. Das tut mir weh..........die ganze Trauer kommt wieder hoch.......
Ich weiss nicht, was ich ihr erzählen soll. Ich selber finde es nicht gut und verfrüht. Soll ich sagen, der arme Opa ist doch so einsam und deshalb ist die Frau jetzt da.

Danke fürs Lesen
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Pilsumine
Gast


Anmeldungsdatum: 01.01.2006
Beiträge: 4871
Wohnort: Berlin

Verfasst am: Di, 16.10.2007, 21:36    Titel:  

Hallo Gast, Du schreibst, Deine Mutter ist vor einem Jahr gestorben. Das ist doch immerhin schon eine Weile. Das ist doch nicht mehr gestern, auch wenn es für Dich vielleicht anders scheint. Nur weil Dein Vater eine andere Frau kennengelernt hat, heißt es doch nicht das er das Andenken Deiner Mutter nicht ehrt und sie vielleicht vergessen hat. Auch wenn er mit Deiner Mutter so lange gelebt hat und, so hoffe ich, schöne Zeiten verbracht hat, so heißt das doch nicht, daß er nie wieder eine andere Frau anschaut. Ich finde, Dein Vater hat auch ein Recht auf eine neues Leben. Das ist doch besser, als wenn er zu Hause Trübsal bläst. Ich finde, er hat nicht so ganz Unrecht, wenn er sagt, Du hättest Deine Familie und er hat keinen. Er hat natürlich seine Kinder, aber das ersetzt auch keine Frau. Ich finde man kann durchaus um einen Partner trauern und ihn auch nie vergessen, aber nach einer gewissen Zeit ist es auch ok, wenn einem ein neuer Partner über den Weg läuft. Man kann das doch auch nicht regeln, zu welchem Zeitpunkt man jemand Neues kennenlernt. Das passiert einfach so, vielleicht nach einem Jahr, vielleicht nach vielen Jahren vielleicht auch gar nicht mehr.
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pussycat
Gast


Anmeldungsdatum: 12.12.2005
Beiträge: 1340
Wohnort: Mittelhessen

Verfasst am: Di, 16.10.2007, 22:14    Titel:  

Hallo Gast,

gerade weil dein Vater 43 Jahre mit deiner Mutter verheiratet war und sicher auch glücklich, fiel es ihm leichter wieder auf jemand zuzugehen.
Wenn er unglücklich gewesen wäre, dann hätte er eher gesagt, ich möchte niemanden mehr.
Glaube mir, er hat deine Mutter nicht vergessen.
Dir ging es bestimmt nicht besser, wenn dein Vater ständig dann bei dir wäre und über seine Einsamkeit jammern würde.
Sei froh, das er wieder jemand gefunden hat, mit dem er sein Leben teilen möchte.
Dass das nun schon (für dich) nach einem Jahr passiert, das fällt dir schwer zu begreifen, aber es ist das Leben deines Vaters, nicht deines. Wann wäre denn der richtige Zeitpunkt. Willst du bestimmen, also jetzt sind 2 oder mehr Jahre rum, jetzt darfst du dich wieder für eine Frau interessieren, oder ganz und gar am besten keine Frau mehr?
Das kannst du nicht verlangen und ich glaube auch nicht, dass deine Mutter das gewollt hätte, oder?
Gönne deinem Vater das neue Leben an der Seite an einer neuen Frau.
Abgesehen davon weißt weder du noch dein Vater ob das was Dauerhaftes wird.

Ich hätte mich jedenfalls gefreut, wenn meine Mutter nach dem Tod meines Vaters wieder jemand gefunden hätte. Nur war allein schon der Gedanke für meine Mutter unmöglich. Sie hat nur meinen Vater gehabt. Für sie gab es vorher keinen Mann und erst recht nicht nachher. Sie war damals 62 Jahre.
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Shadow Dreams
Gast


Anmeldungsdatum: 06.09.2006
Beiträge: 3008
Wohnort: Bochum

Verfasst am: Di, 16.10.2007, 23:30    Titel:  

schwierige Situation .. vorallem für dich..

Ich kann dich und deine Gedanken voll verstehen
Mein vater ist sehr alt - meine Mutter dagegen jung .. ich bin immer mit dem bewustsein aufgewachsen, das mein Vater (für mich jetzt) früh sterben wird und meine Mutter jung Witwe würde ..
Ich wäre auch nie damit klar gekommen wenn sie nen neuen angeschleppt hätte.
ok .. bei mir ist es anders gekommen wie ich immer vermutet habe.. mein vater ist inswischen 93 und lebt immernoch - trotzdem war das immer ein Thema (gerade in jüngeren Jahren) mit dem ich mich sehr auseinandergesetzt habe - heute wäre mir das piep egal.. aber das liegt an meinem Verhältnis zu meinen Eltern :S:

Mir ist aber aufgefallen, das männliche Witwen sich schneller wieder binden wie weibliche.(jaja .. ausnahmen bestätigen die regel)

Aber früher war es doch so, das die Männer nie alleine gelebt haben, sondern der spruch galt : verliebt, verlobt , verheiratet
Also raus aus dem Elternhaus .. rein in die Ehe...

Somit sind gerade ältere Männer mit dem alleinsein und dem ganzen Haushalt völlig überfordert - dabei müssen sie die neue Partnerin nicht mal lieben , sondern wollen nur jemanden an ihrer seite haben.

Das du dich weigerst diese Frau (im krassesten Fall) als deine Stiefmutter anzusehen ist völlig verständlich...
Versuch ihm das doch mal so zu erklären.. obwohl Männer mit Gefühlen nicht so umgehen können.. aber vielleicht dringst du zu ihm durch und erklärst ihm mal deinen Standpunkt

Meine Meinung.............
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Anonymous
Gast





Verfasst am: Mi, 17.10.2007, 8:35    Titel: gib ihr eine Chance  

Hallo anonym,
für dich ist das nicht einfach aber gib ihr eine Chance!
Auch wenn du das nicht verstehst, weil du immer noch trauerst(vergeht auch nicht so schnell), gib der neuen Frau an seiner Seite eine Chance!
Du bist nur die Tochter und ich denke dein Vater ist einsam und möchte einfach nicht mehr alleine sein. Schildere ihm deine Ängste und Sorgen, er nimmt dir ja nichts weg, und er liebt deine Mutter mit Sicherheit noch! Und wer bestimmt eigentlich wann es Zeit ist einen neuen Partner zu haben, eigentlich doch nur er selbst. Und deiner Tochter musst du halt erklären das der Opa eine neue Freundin hat was ist da so schlimm dran, Kinder sind da wesentlich aufgeschlossener als Erwachsene.
Freue dich für deinen Vater, deshalb ist deine Mama nicht vergessen! Sei froh das er nicht mehr all zu traurig ist, denn einen Partner zu verlieren nach solanger Ehe ist mit Sicherheit furchtbar. Und rede doch mal mit der neuen Freundin, heisse sie willkommen in eurer Familie und geniesse es das dein Papa wieder glücklich ist.
Gruss und Kopf hoch
alex
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zonnenplume
Gast


Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 2474
Wohnort: Recklinghausen

Verfasst am: Mi, 17.10.2007, 8:50    Titel:  

Hallo!
Wollte auch mal ein paar Zeilen zu de Thema schreiben.
Bin in einer ähnlichen Situation wie Du.
Meine mutter ist vor 2 1/2 Jahren an Krebs gestorben, was für mich auch super schwer war und immer noch ist! Ich vermisse sie immernoch sehr und das wird sich nicht ändern, weil enfach eine Lücke entstanden ist, die keiner wieder schliessen kann.
Mein Vater hat auch zutiefst gelitten....er baute immer mehr ab, wurde dünner, alterte unheimlich.
Kurz nach dem Jahresseelenamt meldete sich eine uralte Exfreundin von meinem Vater bei ihm, weil sie die Anzeige in der Zeitung gesehen hatte.
Mein Vater war so fair und erzählte mir das direkt, was ich sehr gut fand.
Er sagte mir, dass sie sich treffen würden. Im ersten Moment hab ich geschluckt, aber im zweiten moment musste ich richtig lachen und hab gesagt......: Das ist ein Wink von oben!
Seit dem Tag sind die beiden wie Pech und Schwefel. Sie haben ihre getrennten Wohnungen, aber unternehmen viel zusammen...waren schon zusammen im Urlaub usw.
Glaub mir, es gibt zwischendurch immer mal wieder Situationen wo isch schlucke oder schlucken musste, weil es manchmal weh tut.
Aber auf der anderen Seite- Mama kommt nicht wieder! Und mein Vater und auch Dein Vater haben ein Recht darauf weiterhin ein schönes Leben zu führen! Was bringt es wenn sie sich in irgendeiner Ecke vergraben und vor sich hintrauern? Wenn m,ein Vater nicht diese Freundin wiedergetroffen hätte, hätte ich ihn zwischenzeitlich bestimmt auch schon auf den Friedhof gebracht, weil er an seiner Einsamkeit gestorben wäre!
Versuch ihn ein bisschen zu verstehen auch wenns schwer fällt und wenns weh tut!
Er wird Deine Mutte deshalb NICHT vergessen!
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moni
Gast


Anmeldungsdatum: 25.09.2006
Beiträge: 915

Verfasst am: Mi, 17.10.2007, 9:23    Titel:  

Hallo,

ich kann mich meinen Vorredner nur anschließen. Die Partnerschaft die dein Vater jetzt führt, ist nicht zu vergleichen mit der Ehe deiner Eltern.

Niemand kann wissen, wann und ob ihm noch einmal jemand über den Weg läuft, mit dem man einen Teil seines Lebens verbringen möchte wenn der Partner verstorben ist.
Glaub mir, ich weiß wovon ich rede. Ich erlebe das krasse Gegenteil. Wenn dein Vater nur noch für seine Trauer, den Friedhof und ansonsten in der Vergangenheit leben würde, dann wäre das für dich und deine Familie auf Dauer viel, viel schwerer zu ertragen. Einen Menschen jahrelang nur trauern zu sehen und ihm dabei nicht helfen zu können ist auf Dauer unerträglich!!!! Selbst wenn du kochst, putzt, wäschst und ihn liebevoll behandelst, wenn man viele Stunden des Tages mit ihm verbringt................den Partner kannst du nicht ersetzen!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich wünsche Dir viel Kraft, die neue Situation zu meistern!!!
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Anonymous
Gast





Verfasst am: Mi, 17.10.2007, 12:06    Titel:  

Deine MUtter ist nach einem , ich denke mal langen Kampf mit großen Schmerzen und Entbehrungen, vor einem jahr verstorben. Für Deinen Vater war diese Zeit der Krankheit bestimmt auch schon sehr schwer. Auch wenn Dein Vater Euch hat, es ist nicht so, als wenn er eine Frau hat. Auch Dein Vater, wenn er auch noch so alt ist( ich denke mal so Mitte ende 60) hat noch ein paar andere Bedürfnisse. Die könnt ihr alle ihm nicht geben.
Es geht ja schon damit los, dass ihr ganz andere Intressen habt. Ihr liebt vielleicht den PC und Videospiele, dein Vater aber die freie Natur und das reale Leben(ist jetzt nur ein Beispiel). Es ist nun mal so, dass die Intressen zwischen alt und jung auseinander gehen. Warum soll er keine Freundin haben?????? Sicher wollte das Deine MUtter auch, vielleicht wußte sie es sogar. Wenn dein Kind fragt, wer die fremde Frau ist, dann sag, das es die Freundin vom Opa ist. Mach sie miteinander bekannt. Entweder sie mögen sich oder nicht. Du mußt die Frau nicht mögen. kannst sie aber akzeptieren, sie tut dir doch nichts und für deinen Vater ist sie gut, denn nun hat er wieder eine Aufgabe. Und wie lange soll dein Vater warten bis er eine neue Frau findet?? So viel Zeit bleibt ihm nicht mehr. In seinem alter ist das Leben schnell vergänglich. Lass ihm seine freude und sein Leben im Alter. Na und ganz verzichtet, das kannste ihm aber auch nicht vorschreiben.
Ich weiß durchaus, wovon ich rede, hab das ganze schon 2 mal durch, mit schwiegermutter und mit der eigenen mutter. Ich kann den Kerl von meiner mutter auch nicht leiden, aber ich bin froh, dass sie ihn hat, so kann sie ihm Vorschriften machen und nicht mir.
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Anja1970
Gast


Anmeldungsdatum: 12.12.2005
Beiträge: 22517
Wohnort: Alsdorf

Verfasst am: Mi, 17.10.2007, 12:12    Titel:  

Hallo meine Liebe - werde deinen namen nicht nennen,

ichweiß du denkst es ist zu früh - aber du weißt ich war in der gleichen Situation wie dein Vater - denn ich habe ein halbes Jahr nach dem Tod meines Mannes meinen neuen lebenspartner gefunden - ich war ja nicht auf der Suche, er ist mir einfach über den Weg gelaufen... für die Angehörigen ist es immer schlimm , aber durch die neue Beziehung werd ich nie die Zeit vergessen, die ich mit meinem Mann verbracht habe- denke noch sehr oft an ihn und er fehlt mir auch - aber ich will dir jetzt auch nicht zu nahe treten durch meine Worte - aber dein Vater hat recht - jeden Abend allein zu hause kann jemanden vereinsamen - ich denke mir , das er durch eine neue Bekannte deine Mutter vergessen wird - sie wird immer ein Teil seines lebens bleiben. Für dich als tochter ist dies schwer zu verstehen und zu akzeptieren, das da jemand versucht den Platz deiner Mutter einzunehmen - aber dies wird nicht der Fall sein - deine Mutter und auch mein Mann sind nicht zu ersetzen - nie und nimmer - aber nach vorne schauen und weiterleben das muß man können...

ich hatte am Anfang auch sehr große Bedenken, was die neue Partnerschaft anbetrifft und komm mir jetzt nicht - ich bin ja noch jung und das leben geht weiter - das gilt auch für deinen Vater....

Es ist schwer, meine Gedanken in worte zu fassen - wenn du magst, ruf mich an - meine Nummer hast du wahrscheinlich
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Filzi
Gast


Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 1332
Wohnort: Gelsenkirchen

Verfasst am: Mi, 17.10.2007, 16:12    Titel:  

Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an - ich habe meinen Vater nach 4 Monaten Krebskampf verloren und meine Mutter war 50!!! als sie Witwe wurde. Sie hat sich immer vehement gegen eine neue Partnerschaft gewehrt und bei ihrer Mutter, die mit 40 Kriegerwitwe wurde und ihrer Schwester, die mit 48 Witwe wurde, war es genau so.So ist es bis heute geblieben - sie ist glücklich und sagt, dass sie nichts vermisst - sie war immer schon voll ins Leben eingebunden und nicht sehr partnerfixiert

Anders die Mutter meiner Freundin, die sich einsam fühlte und auch sofort nach angemessener Trauer jemanden suchte, was nicht einfach war. In dieser Zeit ging sie ihren Kindern sehr auf die Nerven. Ich habe sie schon früh mit einem neuen Partner gesehen, den Kindern, die in einer anderen Stadt wohnen, aber bewusst nichts geasgt. Als sie sich ihnen anvertraute, haben die als Einzige viel Tamtam gemacht und es gab auch ein paar Neider in der Nachbarschaft.

Gönne deinem Vater dieses neue Glück und verstze dich mal in die Lage der Frau, die in eure Familie kommt und es sicherlich auch nicht einfach hat, wenn sie angefeindet wird - erkläre es deinen Kindern, dass Opa auch wieder fröhlich sein möchte.

Grüße von Filzi
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manita
Gast


Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beiträge: 1487

Verfasst am: Mi, 17.10.2007, 16:34    Titel:  

Hallo Gast !

Auch wenn es dir schwer fällt ... aber gönne deinem Vater und seiner Freundin ihr Glück ... das hat doch überhaupt nichts mit deiner Mutter zu tun ... sie kommt nicht wieder ... versuche doch die neue Frau besser kennenzulernen ( die ist bestimmt nett .. sonst würde sich dein Vater bestimmt nicht mit ihr treffen ) auch deine Kinder solltet du zu ihrem Opa lassen

ich hab auch einen ähnlichen Fall in der Familie gehabt ... meine Tante verstarb und mein Onkel hatte schon nach 2 Monaten eine neue Frau an seiner Seite ( sie war auch gerade Witwe geworden ) im ersten Moment waren auch alle entsetzt und geschockt ( besonders ihre Kinder die nach 6 Wochen schon einen anderen Partner an der Seite ihrer Mutter sahen ) aber die beiden sind nun schon seit über 20 Jahren zusammen und es war das Beste, was sie getan haben ... nämlich nach vorne zu schauen und ihr Leben noch zu genießen

ich drück dir die Daumen, daß du die Situation bald positiver sehen kannst
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Anonymous
Gast





Verfasst am: Mi, 17.10.2007, 18:17    Titel:  

Ich danke euch für eure zahlreichen Antworten.

Ihr habt in vielen Sachen Recht. Ich bin eigentlich auch ein toleranter Mensch und lasse jeden machen nach seiner Nase.
Durch euer schreiben, ist mir bewusst geworden, warum ich so überreagiere.
Mein Vater ist ein gefühlskalter, egoistischer Mann, der es meine Mutter und mich immer hat spüren lassen. Auf ganz böse, verbale Art und Weise.
Die Ehe meiner Eltern war auch nicht gut, nur meine Mutter hat nie den Mut gefunden sich zu trennen. Mein Vater hat ausgeteilt und meine Mutter hat geschluckt und ich habe es von ihr übernommen. So sah unser Leben aus...es ging nur um ihn.
Dann war meine Mutter von einem auf dem anderen Tag schwer krank.
Mein Vater zeigte einen Hauch von Gefühlen. Er hätte meine Mutter aber nicht alleine versorgt, was ich schon sehr traurig finde. Auch die Entscheidung das sie zum Sterben nach Hause kommt wurde von mir entschieden.
Ist leider nicht mehr dazu gekommen.
Nach dem Tod war er arg betroffen und ich hab gedacht, der Mann hat ja doch Gefühle. Aber jetzt im Nachhinein bin davon überzeugt, trauert er um sein altes, bequemes Leben.
Jetzt hat er eine Neue, aber er hat es nicht nötig, mit mir darüber ehrlich und offen zu sprechen. Das macht mich sauer..........ist es so schwer, zu reden? Er möchte doch, das ich diese Frau akzeptiere, also muss er was unternehmen.
Er soll machen und tun, was er für richtig hält, ihr habt Recht, es ist nicht mein Leben.
Ich habe jetzt eine Familie, aber wie sieht es in 30 - 40 Jahren aus? Da wird das gleiche passieren, entweder gehe ich oder mein Partner, soll ich dann meinen Kindern einen Vorwurf daraus machen? Das tut er.......
Bei mir ist die ganze Verbitterung und Enttäuschung gestern rausgekommen. So böse es sich für euch anhört, für mich ist der falsche gegangen.
Naja, irgendwie muss ich mich mit der Situation anfreunden, die Kinder sollen nicht auch noch ihren Opa verlieren.

Ich danke euch nochmal für den Gedankenanstoss.........
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Shadow Dreams
Gast


Anmeldungsdatum: 06.09.2006
Beiträge: 3008
Wohnort: Bochum

Verfasst am: Mi, 17.10.2007, 18:44    Titel:  

hmm *überleg* .. geht er mit der neuen Frau vielleicht liebevoller um??
Oder genauso gefühlskalt wie bei deiner Mutter??
Wenn er sie anders behandelt kann ich dich und deine Reaktion gut verstehen
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Anonymous
Gast





Verfasst am: Di, 30.10.2007, 18:11    Titel:  

Nun ja, ist er tatsächlich so gefühlskalt? Oder ist es seine Art und weise so mit gefühlen fertig zu werden? Er hat es vielleicht niemals gelernt mit Gefühlen umzugehen. Wie war es denn früher? Du bist ein Mann, ein Mann tut sowas nicht usw.usf. Wenn ich diese Worte heute höre, wenn die Mütter oder Omas das zu ihren männlichen Kindern und Enkeln sagen, dann könnte ich in der Luft explodieren. Damit erziehen sie nämlich die Männer zu gefühlskalten,groben und rumbrüllenden Machos herran.
Sei mal nicht so hart mit ihm, wie es tatsächlich in seinem inneren aussieht, das weißt du nicht, das wird er dir auch niemals zeigen. Wie hart ihn der tod deiner mutter getroffen hat, kannst du auch nicht einschätzen. Das du entscheidungen getroffen hast, ist doch nicht so schlimm, er war sicher nicht in der Lage diese Situation zu erfüllen gescheige denn, damit umzugehen. Er wollte sicher nicht mit ansehen, wie deine Mutter sich langsam davon stiehlt. Sicher tat es ihm sehr weh, jeden Tag zuzusehen, wie sie sich täglich mehr verabschiedet.
Ich weiß, wie es ist, wenn ein Mensch zu Hause jahrelang vor sich hin sicht. Man ist unfähig irgendwas zu tun. Klar man pflegt und versorgt, aber man wird diese Bilder sein leben lang nicht mehr los. Meine Oma lag bestimmt 10 bis 12 Jahre und wartete aufs sterben. Sie wurde immer weniger, aber das Herz war einfach zu stark um ihr die erlösung zu geben. Ehrlich, als sie es endlich geschafft hatte, ich habe aufgeatmet. Denn sie hatte alles hinter sich.
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