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Bastelfactory Die kleine Ideen-Fabrik
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Berliner-Jule
Anmeldungsdatum: 28.12.2005
Beiträge: 2001
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: Sa, 22.09.2007, 10:30 Titel: Hilfe nach Unfall |
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Mein Vater hatte gestern einen Unfall. Er selbst steht "nur" unter Schock. Als er die Spur wechseln wollte ist ihm hinten einer rauf gefahren und mein Vater wurde in die Gegenfahrbahn geschleudert. Dort fuhr er in den Wagen einer 26-jährigen Frau, diese schleuderte gegen einen Pfosten und wurde so schwer verletzt, dass sie noch am Unfallort starb. Ich habe meinen Vater noch nie so gesehen. Er macht sich totale Vorwürfe...er weint. Die Psycholgin im KH hat ihm Adressen mit gegeben und ihm eine psychosomatische Betreuung empfohlen.
Was kann ich tun, um ihm zu helfen? Ich habe meinen Eltern gesagt, dass sie jederzeit anrufen können. Habe auch versucht meinem Vater zu sagen, dass er nicht Schuld an dem Unfall ist, dass es eine aneinander Kettung tragischer Zufälle war und er versucht hat das Auto zu halten, damit nix schlimmes passiert. Aber ich glaube, dass ist an ihm abgeprallt. Mir tut es so leid für die 26-jährige Frau-sie war so alt wie ich...aber ich bin auch froh, dass mein Vater nicht das Todesopfer war.
Vielleicht war jemand schon in so einer Situation und kann mir helfen, wie ich helfen kann. |
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Anonymous
Gast
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| Verfasst am: Sa, 22.09.2007, 10:41 Titel: |
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oh wei fühlt euch mal gedrückt von mir. Es ist wirklich eine schwere Situation für dein Vater und auch für euch.
Vielleicht gibt es irgendwie die Möglichkeit für deinen Vater mit jemand zu sprechen den das gleiche wiederfahren bzw der so eine Situation erlebt hat.
Und auf jedenfall sollte er zu der psychosomatische Betreuung gehen. |
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Katzenfreund
Gast
Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 675
Wohnort: Holzgerlingen
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| Verfasst am: Sa, 22.09.2007, 10:52 Titel: |
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Hallo Steffi,
das ist ja wirklich schlimm dieses Unglück und man findet auch fast keine Worte dazu. Das einzige was Euch hier helfen kann ist, dass Ihr seelsorgischen Beistand in Anspruch nehmt. Vor 4 Jahren ist unser Pflegesohn tödlich verunglückt, er war allerdings selber Schuld am Unfall. Er hatte zuvor Streit mit seiner Frau und ist so aus dem Haus und kam dann nie mehr nach Hause. Sie ist teilweise bis heute von Schuldgefühlen geplagt und da hilft wirklich nur reden, auch uns hat damals das darüber reden mit anderen Menschen geholfen!
Ich wünsche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft und vor allem dass Dein Papa einsieht, dass dies wirklich eine Verkettung unglücklicher Umstände war.
Sei ganz doll gedrückt
LG Renate |
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Schachteltante
Gast
Anmeldungsdatum: 16.06.2007
Beiträge: 1652
Wohnort: Franken
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| Verfasst am: Sa, 22.09.2007, 11:06 Titel: |
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Liebe Steffi,
ich kann mir vorstellen, wie schlimm das für deinen Vater und eure ganze Familie ist. Das ist ein Albtraum für jeden Menschen, dass so etwas passiert.
Ich glaube, ganz wichtig ist jetzt, dass dein Vater den Halt in der Familie findet, dass er bei euch reden und weinen darf, es ist wichtig, dass er seine Gefühle rauslassen kann. Ob er es dann ohne psychologische Betreuung schafft, sein Leben wieder "normal" weiterzuleben, das weiß ich nicht, das liegt wohl in der Natur jedes Einzelnen, wobei ich aber glaube, dass ihm Gespräche mit einem Therapeuten oder einem Seelsorger sehr helfen könnten.
Ich wünsche deinem Vater, dir und deiner Familie viel Mut und Kraft, damit ihr diesen Schicksalsschlag überwinden könnt!
Alles Liebe
Karin |
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nachteule
Gast
Anmeldungsdatum: 24.03.2007
Beiträge: 2076
Wohnort: Hamburg
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| Verfasst am: Sa, 22.09.2007, 11:24 Titel: |
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Liebe Steffi,
helfen kann hier nur die Zeit, da dein Vater erstmal das Geschehen verarbeiten muss, evtl. mit therapeutischer Hilfe. Im Moment ist er noch im Schock gefangen und kann nicht über den Augenblick weiterdenken. Vielleicht hilft es ihm auch , wenn die Schuldfrage endgültig geklärt ist. Gefühl und Verstand gehen oft weit auseinander. Seid einfach für deinen Vater da und hört ihm zu. Mehr könnt ihr wohl nicht für ihn tun. Ich wünsche euch viel Kraft für die nächste Zeit. |
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Berliner-Jule
Gast
Anmeldungsdatum: 28.12.2005
Beiträge: 2001
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: Sa, 22.09.2007, 12:57 Titel: |
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Danke für eure Antworten. Er sitzt heute ganz ruhig da und starrt auf den Fernseher. Er hat aber auch so eine Beruhigungstablette genommen...die scheinen sehr stark zu sein. Er redet davon, dass er seine Brilla aus dem Auto holen will und die Pilze, die er gestern gefunden hat. Ich habe erneut angeboten, ihn und auch meine Mama ins Krankenhaus zu fahren, aber sie wollten nicht. Zwingen kann ich sie nicht. Aber ich denke auch für meine Mama wäre es gut, einfach um selbst mit der Situation zurecht zu kommen und eben auch, wie sie mit meinem Vater umgehen kann. Denn als er von den Pilzen geredet hat, hab ich ihren Blick gesehen...so: "Was redest du da für nen Sch*** als wenn es nix wichtigeres gäbe." Aber er steht doch unter Schock und unter Medikamenten. Ich hoffe, die beiden bekommen das hin. Ich werde mich erstmal hin legen...letzte Nacht bin ich nicht zur Ruhe gekommen. Dannach werde ich nochmal rüber gehen. Ich habe aber auch Angst, dass die beiden von mir genervt sind...dass sie es allein schaffen...sie wollen ja auch erstmal keine Hilfe. Mama sagt: "Am Montag geht er zum Arzt, da lässt er sich ne Überweisung zum Psychologen geben." Aber eh er da nen Termin bekommt dauerts ja wahrscheinlich auch noch. Und ich denke, es wäre besser, wenn man sofort mit dem "Verarbeiten" beginnt, oder?
Sorry für´s zutexten...mir geht einfach soviel durch den Kopf.... |
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Schachteltante
Gast
Anmeldungsdatum: 16.06.2007
Beiträge: 1652
Wohnort: Franken
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| Verfasst am: Sa, 22.09.2007, 13:23 Titel: |
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| Steffi, wenn ein Termin beim Psychologen nicht zu bekommen ist, frag doch mal bei der Kirche nach, es gibt da Unfall-Seelsorger, die sehr gute Hilfe geben. Ich habe im Bekanntenkreis einen Pastoralreferenten, der das gemacht hat. Wichtig ist, dass dein Vater reden kann und wenn es über Pilze ist, das ist egal, er muss reden dürfen, dann wird er leichter fertig mit allem. |
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INGE 54
Gast
Anmeldungsdatum: 13.05.2007
Beiträge: 378
Wohnort: Dorsten
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| Verfasst am: Sa, 22.09.2007, 14:13 Titel: Re: Hilfe nach Unfall |
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Ich habe gerade deinen Beitrag gelesen und es tut mir unendlich leid!
Richtig helfen kann ich dir nicht, nur ich hoffe das dein Vater bald bereit ist sich zu öffnen!
Denn nur wenn man offen darüber spricht und Hilfe annimmt, kann man das was geschehen ist vielleicht etwas besser verarbeiten.
Ich wünsche Dir und deinen Vater,der ganzen Familie viel Kraft für die kommende Zeit.
Viele liebe Grüße Inge54 |
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bastelcat
Gast
Anmeldungsdatum: 28.08.2006
Beiträge: 13388
Wohnort: Nähe Loreley
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| Verfasst am: Sa, 22.09.2007, 15:44 Titel: |
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:troest: :streicheln:
es ist schwer in solch einer Situation die passenden Worte zu finden.
Ich wünsche Euch auch viel Kraft für die nächste Zeit
und vielleicht es besser für Deinen Vater sich Hilfe zu holen bei einem Therapeuten. |
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rödelbrösel
Gast
Anmeldungsdatum: 25.03.2007
Beiträge: 1309
Wohnort: St. Ingbert
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| Verfasst am: Sa, 22.09.2007, 18:47 Titel: |
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bastelcat hat folgendes geschrieben: :troest: :streicheln:
es ist schwer in solch einer Situation die passenden Worte zu finden.
Ich wünsche Euch auch viel Kraft für die nächste Zeit
und vielleicht es besser für Deinen Vater sich Hilfe zu holen bei einem Therapeuten.
Großes anschließ. |
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Werrageist
Gast
Anmeldungsdatum: 23.01.2006
Beiträge: 4893
Wohnort: Hann. Münden
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| Verfasst am: Sa, 22.09.2007, 20:32 Titel: |
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Hallo, Steffi
lass dich erst einmal aus der Ferne knuddeln :action:
Mir fällt es schwer, hier Worte zu schreiben.
Ich wünsche euch allen viel Kraft in der kommenden Zeit!
Und es wird für dich nicht einfach sein! |
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schnuffelinchen
Gast
Anmeldungsdatum: 28.12.2005
Beiträge: 13931
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: Sa, 22.09.2007, 23:38 Titel: |
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Hallo Steffi,
ich habe gerade mit Entsetzen Deinen Beitrag gelesen,
erstmal knuddel ich Dich ganz doll von um die Ecke und
dann wünsche ich Dir und Deiner Ma ganz viel Kraft
das alles gut durchzustehen.
Dein Pa muß reden, reden, reden und nochmals reden,
Ihr könnt ihm einfach nur durch uhören versuchen zu
helfen, aber er braucht dringend und auf jeden Fall
Hilfe von aussen durch Seelsorger oder ähnlichem.
:streicheln: :streicheln: :streicheln: :streicheln: :streicheln: |
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Berliner-Jule
Gast
Anmeldungsdatum: 28.12.2005
Beiträge: 2001
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: So, 23.09.2007, 17:56 Titel: |
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Danke für eure Antworten. Wir waren heute im Wald Pilze suchen und nachmittags Eis essen. Ich glaube die Ablenkung hat meinen Eltern gut getan. Ich weiß natürlich nicht, ob meine Eltern über das Geschehene reden. Aber in meiner Gegenwart tun sie es nicht. Morgen werden sie erstmal zu unserer Ärztin gehen, die wird ihnen bestimmt sagen, dass sie reden müssen und dann werden wir weiter sehen. Ich bin sehr froh, dass ich hier meine Freunde zum Reden habe, sie sind mir eine große Hilfe.
@Schachteltante: Danke für den Tipp mit der Kirche. |
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Tanzmaus
Gast
Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 165
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: Mo, 24.09.2007, 9:37 Titel: |
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Hallo Steffi,
ich wünsche dir und deinen Eltern Kraft und Zuversicht. Mehr als deine Hilfe anbieten kannst du nicht. Jeder geht anders mit Angst und Trauer um.
Dicke Umarmung
Wanda |
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Nefer
Gast
Anmeldungsdatum: 13.12.2005
Beiträge: 1154
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: Mo, 24.09.2007, 12:49 Titel: |
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Hallo Steffi,
lese das auch jetzt erst. Ich bin richtig erschrocken. Erstmal Luft holen.
Das ist so ein tragischer Unfall wie man es niemanden wünscht. Gut das Deinem Papa "nichts" passiert ist und traurig um die junge Frau. Es hätte niemand aufhalten können. Wie Du schon schreibst, eine Verkettung unglücklicher Zufälle.
So ein Schock ist nicht zu unterschätzen. Er kann Tage anhalten. Ich habe es ja hier selber miterlebt und hier war kein Leben bedroht. In dieser Situation sind banale Dinge wie Die Pilze für ihn lebenswichtig, denn das ist greifbar. Alles andere wird ihm unfassbar vorkommen.
Dein Vater muss erstmal zu sich kommen und dann wird er auch ganz langsam anfangen zu reden. Mit wem, das wird sich zeigen. Hilfe von außen ist mit Sicherheit gut. Man ist ja doch recht hilflos.
Im Moment denke ich, es ist wichtig, dass Du Deinen Eltern immer wieder signalisierst, das Du da bist. So sind sie nicht alleine und das hilft auch schon.
Eltern sind leider oft etwas stur und hören nicht immer auf ihre Kinder. :gg:
Steffi, Du darfst mir gerne schreiben, wenn Dir danach ist. :-D
Liebe Grüße, Nefer. |
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