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Bastelfactory Die kleine Ideen-Fabrik
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Zwergenmama
Anmeldungsdatum: 11.12.2005
Beiträge: 13153
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: Mo, 11.12.2006, 12:12 Titel: Bei den Wichteln |
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Bei den Wichteln
Der Opa hatte es schon Mama erzählt, als sie noch ein Kind war .Und Mama hatte es Lena erzählt :
In der Adventszeit arbeiten die Wichtelmännchen und die Wichtel Frauchen Tag und nacht fleißig in ihren
Werkstätten für den Weihnachtsmann.
Der bringt dann all die schönen Geschenke den Kindern am heiligen Abend. Die Werkstätten der Wichtel sind tief im Wald, manchmal unter der Erde oder in einer Höhle oder in Baumwurzeln versteckt.
Lena hatte auch ein Bilderbuch, das Mama in jedem Jahr in der Adventszeit wieder hervorzauberte .
In dem war aufgemalt, wie es in den Werkstätten aussah und was die Wichtel alles bauten und bastelten und nähten.
Auch in diesem Jahr war das Büchlein am ersten Advent plötzlich wieder da. “ Ich möchte so gern ein Wichtel sehen !” sagte Lena ,als sie sich das neue alte Buch angeguckt hatte.
“ Das ist aber schwierig !” meinte Mama. “ Sie sind sehr menschenschaue und wollen bei ihrer
Arbeit nicht gestört werden. Deshalb haben sie ihre Werkstätten ja auch im Wald versteckt !
Aber manchmal kann man ein Zeichen oder eine Spur von ihnen sehen. Vielleicht hast du Glück !”
Lena dachte jetzt oft an die kleinen Wichtelfrauchen mit den roten Mützen und die kleinen Wichtelmännchen mit den grünen Mützen.
Manchmal tragen Wichtel übrigens auch braune Mützen! Dann, wenn sie ihre Werkstätten einmal verlassen müssen.
Denn braune Mützen kann man auf dem Waldboden nicht so leicht entdecken !
Das hatte Mama Lena erzählt. Und Mama wußte es schon von Opa.
Am zweiten Advenstsonntag wollten Papa, Mama, Lena und Hanna am Nachmittag spazieren gehen.
Es lag noch kein Schnee, aber es war ziemlich kalt. Lena wollte unbedingt in den Wald ! Vielleicht würde sie ja doch irgendwo ein braunes Mützchen entdecken ?
Zuerst gingen sie auf einem breiten Waldweg entlang, aber Lena dachte sich, daß die Wichtel hier bestimmt nicht sein würden.
Doch was war das ? Krrrrrchchch ! Brrraaammmm ! Am Rande einer Lichtung hatte sich ein dünner , hoher Baum langsam zur Seite geneigt. Dann splitterte Holz, und schließlich fiel der Baum um.
Laut war es und irgendwie unheimlich!
“ Jetzt guckt euch das an ! sagte Papa erstaunt.
“ Da haben die Wichtel doch noch einen Baum gefällt ! Das Holz hat wohl nicht ausgereicht für das viele Spielzeug !”
“ Wir wollen hinlaufen !” rief Lena. “ Ich will die Wichtel sehen !”
“ Eigentlich sollten wir sie lieber nicht stören !” meinte Mama lächelnd. Aber Lena war längst zwischen den Bäumen verschwunden . Eilig hüpfte sie über Zweige, Äste und Wurzeln, die auf dem Waldboden lagen .
Mama, Papa und Hanna gingen langsam hinterher. Als sie bei dem gefällten Baum angelangt waren, saß Lena auf dem Stamm und suchte angestrengt den Waldboden ab.
“ Ich sehe keine Wichtel sagte sie ganz enttäuscht.
“ Sie haben dich wahrscheinlich kommen hören. Die Zweige haben so geknackt !” meinte Papa. “ Komm, wir gehen noch ein bisschen weiter .”
Die Bäume standen jetzt dichter beieinander. Der Wald wurde dunkler ; Lena trottete hinter den anderen her und versuchte immer noch , auf dem dunklen Boden ein braunes Mützchen zu entdecken.
“ Lena, komm mal schnell !” rief Mama da plötzlich ganz aufgeregt.
Eilig lief Lena zu ihr hin.
Mama stand vor einer riesigen alten Baumwurzel, die schon vor langer Zeit aus dem Boden gerissen worden war. An einigen Stellen war sie ein bisschen vermodert, und Moos wuchs darauf.
“ Du Lena, es könnte sein, daß hier Wichtelfrauen und Wichtelmänner wohnen und ihre Werkstätten haben. Seid mal ganz leise !” sagte Mama mit geheimnisvoller Stimme.
Vorsichtig schlich sich Lena an das Wichtelhaus heran. “ Da vorn. Das könnte der Eingang sein “, flüsterte sie und zeigte auf einen großen verwitterten dunklen Fleck, wo eine Spalte tief in die Wurzel hineinging. Daneben baumelte ein Stückchen Holz lose von oben herab. Lena tippte sachte mit einem Finger dagegen und sagte :” Das könnte die Türglocke sein !”
“ Ruf sie doch mal leise !” ermunterte Mama sie.
“ Wichtel, hallo , Wichtel !” rief Lena leise. Sie stand gebückt vor dem Eingang und lauschte. Aber es kam keine Antwort.
“ Was ist denn das !” rief Mama, die um die Ecke gegangen war. Lena lief zu ihr hin. Da lag auf dem Waldboden ein kleines Stück blauer Stoff mit weißen Blümchen darauf. Ganz sauber sah er aus !
“ Den haben sie bestimmt verloren, als sie die Sachen in die Werkstatt gebracht haben. Daraus werden Puppenkleider gemacht !”flüsterte Lena aufgeregt.
“ Wir lassen den Stoff besser liegen “, sagte Mama leise . “ Sie werden ihn sicher noch brauchen !”
Aufgeregt ging Lena noch einmal zum Eingang zurück.
Vielleicht, ja vielleicht würde sie doch einen Wichtel sehen, wenn er zur Haustür hinausschlüpfte. Sie hockte sich vor den Eingang und rief noch einmal :” Wichtel, hallo , Wichtel !”
Während sie angestrengt die Tür anguckte, fiel ihr plötzlich etwas auf : Da lag etwas, was vorher nicht da gewesen war.
Zwei Schokokringel nämlich, mit bunten Perlen obendrauf. Sie lagen direkt vor der Haustür !
“Hanna!” schrie Lena laut. “ Die Wichtel haben uns gehört, sie wollen bloß nicht rauskommen !
Aber sie haben uns ein Geschenk rausgelegt ! Für jede einen Schokokringel !”
Vorsichtig hob sie die Kringel auf und gab einen Hanna. Dann sagte sie leise :” Tschüß liebe Wichtelmännchen und Wichtelfrauchen. Ich will euch nicht länger stören. Und vielen Dank für das Geschenk !”
Hanna hatte ihren Schokoladenkringel sofort aufgegessen. Aber Lena trug ihn behutsam nach Hause und legte ihn noch ein paar Tage neben ihr Bett.
Er war schließlich etwas Besonderes !
Er war von den Wichteln
( Ute von Brisinski ) |
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Orca
Gast
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| Verfasst am: Mi, 13.12.2006, 6:04 Titel: |
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| Auch dieses ist wunderschön :beifall: |
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Anja1970
Gast
Anmeldungsdatum: 12.12.2005
Beiträge: 23513
Wohnort: Alsdorf
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| Verfasst am: Mi, 13.12.2006, 6:51 Titel: |
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| wunderschön |
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